Seminartage zur NS-Zeit
- Erschienen am - PresemitteilungDie Zeit des Nationalsozialismus war von schweren Verbrechen und großem Leid geprägt. Viele staatliche Institutionen waren daran beteiligt – auch die damalige Reichsfinanzverwaltung. Auch in diesem Jahr setzten sich die Auszubildenden des Abschlusslehrgangs der LFS im Rahmen von Seminartagen intensiv mit der Rolle der Reichsfinanzverwaltung in der NS-Zeit auseinander.
Den Auftakt bildete ein Vortrag von Hr. Klaus-Dieter Gössel, pensionierter Finanzbeamter, der die Rolle der Finanzverwaltung im nationalsozialistischen System beleuchtete und historische Zusammenhänge einordnete.
Im Anschluss konnten die Anwärterinnen und Anwärter ihr Wissen im Rahmen verschiedener Exkursionen vertiefen. Sie besuchten unterschiedliche Gedenk- und Lernorte, an denen Aspekte der nationalsozialistischen Herrschaft und ihrer Folgen thematisiert wurden. Zu den Zielen gehörten unter anderem die Gedenkstätte Plötzensee, das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, die Gedenkstätte Deutscher Widerstand sowie das Landeshauptarchiv Brandenburg. Weitere Gruppen setzten sich bei einem Rundgang zu Stolpersteinen in Königs Wusterhausen oder mit der Köpenicker Blutwoche auseinander.
Das Seminar ist ein fester Bestandteil des Abschlusslehrgangs und dient der kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und mit Diskriminierung und Ausgrenzung. Damit leistet die LFS einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung ihrer Auszubildenden.